Virtuelle Patient/innen (VP): ein Shared Decision-Making-Trainingsmodul
Steckbrief
| Föderlinie | open_innovation |
|---|---|
| Jahr | 2024 |
| Fakultät / Lehrstuhl | MeF / Institut für Biomedizinische Ethik und Medizingeschichte |
| Projektleitende |
Prof. Dr. med. Dr. phil. Nikola Biller-Andorno, Andrea Radvanszky |
Projektbeschrieb
Innovative Projektidee
In diesem Lehrprojekt werden virtuelle Patient/innen (VP) für Studierende der Humanmedizin entwickelt. Ziel ist, dass die Studierenden ethisch-kommunikative Fertigkeiten im Umgang mit Patient/innen erlernen, die die Basis einer dialogischen Patienten-Arzt-Beziehung und der partizipativen Entscheidungsfindung, einem ethischen Schlüsselkonzept, bilden. Grundlage für die Übungen mit VP bilden Patienteninterviews aus der Schweizer DIPEx Datenbank (Database of Individual Patients' Experiences), wodurch die Studierenden alltagsnah anhand diverser Szenarien im Selbststudium üben können.
Mehrwert für die Studierenden und die Lehre
Medizinstudierenden fehlt es an Patientenkontakten, obschon der Einbezug echter Patient/innen in die medizinische Ausbildung als effektiv gilt. Virtuelle Patient/innen (VP), die alltagsnah basierend auf narrativen Patienteninterviews aus der DIPEx-Datenbank entwickelt werden, bilden Übungen zu Kommunikationstechniken und zur partizipativen Entscheidungsfindung, was sich positiv auf das Fachwissen der Studierenden, ihre Einstellung Patient/innen gegenüber und ihr Selbstvertrauen im Kontakt mit Patient/innen auswirkt. VP eignen sich hervorragend für unterschiedliche Formate des Blended Learning.