Migrations- und Fluchterfahrungen in der Schweiz
Steckbrief
| Föderlinie | transdisciplinary_innovation |
|---|---|
| Jahr | 2023 |
| Fakultät / Lehrstuhl | School for Transdisciplinary Studies |
| Projektleitende | Prof. Dr. med. Dr. phil. Nikola Biller-Adorno, Dr. Julian W. März, Dr. Tobias Eichinger |
Projektbeschrieb
Innovative Projektidee
Der geplante Kurs stellt das erste transdisziplinäre Lehrangebot zum Thema Migration und Flucht an der UZH dar. An den meisten Fakultäten und Instituten der UZH (z.B. Medizin, Psychologie, Erziehungswissenschaften, Politikwissenschaften, Theologie) fehlen bislang Angebote zu dieser Thematik, fachspezifische Kurse werden nur punktuell, z.B. an der Rechtswissenschaftlichen Fakultät (Vorlesung Migrationsrecht), am Historischen Seminar (Seminar Migrationsgeschichte der Neuzeit) und am Soziologischen Institut (Seminar Migration, Integration und Wohlbefinden) angeboten. Transdisziplinäre Perspektiven sind gerade beim Thema Migration und Flucht essentiell, da verschiedene Dimensionen der Thematik – z.B. Gesundheit, Bildung, Integration und Aufenthaltsstatus – eng interagieren. So hat beispielsweise der Aufenthaltsstatus einer Person erhebliche Auswirkungen auf deren Gesundheitszustand, den Zugang zu Bildung, zum (regulären) Arbeitsmarkt und zu medizinischer Versorgung, sowie auf deren Integrationsmöglichkeiten, was wiederum für den Aufenthaltsstatus von erheblicher Bedeutung ist. Gerade für zukünftige Ärzt:innen, Anwält:innen und Richter:innen, Lehrer:innen, Psychotherapeut:innen, Sozialarbeiter:innen, Seelsorger:innen und Entscheidungsträger:innen in der öffentlichen Verwaltung ist ein holistischer Blick auf das Thema Migration und Flucht unverzichtbar. Diesen ganzheitlichen Blick versucht der Kurs nicht nur durch die Beteiligung der wichtigsten Lehrstühle und Arbeitsgruppen, die zum Thema Migration und Flucht an der UZH forschen, sondern auch durch die Vernetzung mit Geflüchteteninitiativen, internationalen Organisationen und Arbeitsgruppen, die zu diesem Thema an strategischen Partneruniversitäten der UZH forschen, zu erreichen.
Mehrwert für die Studierenden und die Lehre
Wir planen die Beteiligung von Vertreter:innen einschlägiger studentischer Organisationen (z.B. Students Across Borders; African Students Association of Zurich; Afghan Students Association Switzerland; Ukrainian Association of Students and Academics in Zurich; Muslim Students Association Zurich) sowie von Studierendenvertreter:innen aus den am Kurs beteiligten Fachgebieten an allen vier geplanten Workshops. Außerdem werden wir aus den beteiligten Fachgebieten und den einschlägigen studentischen Organisationen ein bzgl. akademischem Hintergrund und Demographie diverses Beratungspanel rekrutieren, um Feedback zu den erstellten Lehrmaterialien aus studentischer Perspektive erhalten und für die Weiterentwicklung berücksichtigen zu können. Darüber hinaus werden die an der ersten Durchführung im HS 2024 teilnehmenden Studierenden selbstverständlich im Rahmen der Evaluation befragt und deren Reaktionen in allfällige Anpassungen einbezogen. Außerdem ist im Rahmen der Einführungsvorlesung eine Kurzvorstellung einschlägiger studentischer Organisationen, die in der Flüchtlingshilfe engagiert sind (z.B. Students Across Borders), geplant.